{"id":93024,"date":"2019-10-07T15:39:26","date_gmt":"2019-10-07T22:39:26","guid":{"rendered":"https:\/\/jonestown.sdsu.edu\/?page_id=93024"},"modified":"2019-10-14T14:56:46","modified_gmt":"2019-10-14T21:56:46","slug":"mein-leben-im-und-nach-dem-peoples-temple","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonestown.sdsu.edu\/?page_id=93024","title":{"rendered":"Mein Leben im und nach dem Peoples Temple"},"content":{"rendered":"<p><em>[Die englische Originalversion dieses Texts finden Sie\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/jonestown.sdsu.edu\/?page_id=32702\"><strong>hier<\/strong><\/a><\/em><em>.]<\/em><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Allein dazusitzen und \u00fcber irgendetwas nachzudenken, das mit dem Peoples Temple zusammenh\u00e4ngt, z\u00e4hlt f\u00fcr mich zum Schwersten. Ich durchlebe eine Unzahl an Emotionen \u2013 gute, schlechte, warme, leere \u2013 und sicher bin ich damit nicht die Einzige.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df noch, wie ich erstmals mit dem Peoples Temple Bekanntschaft machte. Das war entweder Ende 1971 oder Anfang 1972. Meine Mutter, Kay Nelson, hatte mich gebeten, zu einer Versammlung mitzukommen und diesen Mann zu h\u00f6ren, von dem sie meinte, er sei ein Geschenk Gottes. Ich hatte die Religion, die Kirche und die Pastoren aufgegeben, weil ich einige Jahre lang mit einem Prediger der Pfingstkirche verheiratet gewesen war und wusste, wie es in der Kirche zuging.<\/p>\n<p>Eines Tages fuhr ich zum Vortragssaal im Zentrum von Los Angeles, um meine j\u00fcngste Tochter abzuholen, Teri Smart, die bei meiner Mutter gewesen war. Als ich ankam, war Kay mit irgendeiner Art von Essensvorbereitung besch\u00e4ftigt und sagte mir, dass mein Onkel, Jim McElvane, mich zu Teri bringen w\u00fcrde. Es war eine Falle. Meine Tochter sa\u00df auf der Galerie und lauschte Jim Jones. Anstatt sie zu mir heraus zu bringen, bestand Mac darauf, mich zu ihr zu bringen. Als wir dort waren, schlug er vor, dass ich mich eine Minute zu ihr setzte. Da ich keine Szene machen wollte, tat ich das.<\/p>\n<p>Ich war nicht auf der Suche nach irgendeiner Art von Erleuchtung f\u00fcr mein Leben, aber \u2013 wie es der Zufall so will \u2013 ich war in einer Beziehung, die erniedrigend war. Jim Jones sagte etwas \u00fcber diese Art von Beziehungen, das genau ins Schwarze traf. Ich blieb nicht bis zum Ende der Veranstaltung, aber mir ging nicht mehr aus dem Kopf, was er gesagt hatte. Ich erz\u00e4hlte meinen anderen drei Kindern von diesem Mann, den ich geh\u00f6rt hatte und \u00fcberredete sie, mit mir zu kommen und sich anzuh\u00f6ren, was er zu sagen hatte. Wir alle gingen zu einer Versammlung des Peoples Temple in der Kirche Ecke Alvarado und Hoover, gleich neben der Stra\u00dfe, wo meine Eltern und ich in den fr\u00fchen 1950ern gewohnt hatten und genau in der Stra\u00dfe, in der ich Eisenhower in einer Wagenkolonne gesehen hatte. Zum Zeitpunkt, als die Versammlung endete, waren meine Kinder und ich bereits hellauf begeistert. Ich denke mir oft, dass, wenn wir diese erste Versammlung nicht besucht h\u00e4tten, mein Leben so v\u00f6llig anders w\u00e4re, und meine Kinder w\u00e4ren am Leben und w\u00fcrden produktive Leben f\u00fchren. Wer konnte es ahnen?<\/p>\n<p><span lang=\"DE\">Im Laufe des folgenden Jahres wurde ich eine alle-vierzehn-Tage-Gl\u00e4ubige<\/span>, denn das war Jims Terminplan f\u00fcr den Temple in Los Angeles. In der \u00fcbrigen Zeit trank und rauchte ich und schob seine Lehren beiseite. So eine Art Sonntagmorgen-Baptistin. Es war das Trinken, das mich in Schwierigkeiten brachte.<\/p>\n<p>David Wise und ich waren in der Zeit, als jener Vorfall sich ereignete, ein Paar, heimlich nat\u00fcrlich. (Sp\u00e4ter heirateten wir.) Wir hatten jedenfalls Streit \u00fcber irgendetwas, ich betrank mich und fuhr mit dem Auto davon. Nat\u00fcrlich hatte ich einen Unfall, und nat\u00fcrlich wurde ich verhaftet. W\u00e4hrend ich darauf wartete, ins Gef\u00e4ngnis verfrachtet zu werden, bat ich den Fahrer des Abschleppwagens, mein Auto zur Kirche zu bringen, die ungef\u00e4hr sechs H\u00e4userblocks entfernt lag. Meine Mutter stellte die Kaution, um mich aus dem Gef\u00e4ngnis zu holen, aber damit war meine Bestrafung noch nicht erledigt. Sie hatte im Auto einige Temple-Berater mitgebracht, die mich daf\u00fcr, was ich getan hatte, ausschimpften. Als Jim das n\u00e4chste Mal in der Stadt war, hielt er mir ebenfalls eine Standpauke. Ich wei\u00df noch, dass ich weinte, aber nicht aus Reue, sondern, weil ich w\u00fctend war dar\u00fcber, wie er mich behandelte. Sp\u00e4ter erz\u00e4hlte meine Mutter mir, wie stolz <em>Vater<\/em> war, dass ich seine Z\u00fcchtigung so demutsvoll angenommen hatte. Ich dachte, wen interessiert\u2019s, wie stolz er ist, ich bin kein Kind und verdiene es nicht, wie eines behandelt zu werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner f\u00fcnf Jahre im Peoples Temple war ich manchmal drinnen und manchmal drau\u00dfen. Es gab Zeiten, da glaubte ich, er sei Gott \u2013 allwissend, alles sehend und allm\u00e4chtig \u2013 und es gab Zeiten, da glaubte ich es nicht.<\/p>\n<p>Einmal, w\u00e4hrend ich f\u00fcr die Regierung arbeitete, sollte ich nach Indianapolis, Indiana, um dort ein Katastrophenteam zu unterst\u00fctzen, das Darlehen an \u00dcberschwemmungsopfer vergab. Ich stellte einen schriftlichen Antrag, um die Erlaubnis zu erhalten, hinfahren zu d\u00fcrfen, aber Jim lehnte ab. Indianapolis sei eine rassistische Stadt, sagte er, und er wolle nicht, dass ich mich in dieser Umgebung aufhalte. War das sein wirklicher Grund oder machte er sich Sorgen, ich k\u00f6nnte etwas \u00fcber seine Vergangenheit herausfinden?<\/p>\n<p>Als mein Arbeitgeber mich das n\u00e4chste Mal bat, einen Katastropheneinsatz wahrzunehmen, fuhr ich, ohne Jims Zustimmung einzuholen. Ich absolvierte meinen Wachdienst im Temple und sagte zu meiner Abl\u00f6se, dass ich nach Hause m\u00fcsse, um etwas zu holen, aber gleich wieder zur\u00fcck sei. Ich ging nach Hause, packte und fuhr zum Flughafen. Als ich bei der T\u00fcr anlangte, die zum Ticket-Schalter f\u00fchrte, sah ich Tish Leroy, die den Eingang bewachte, sowie ein paar Security-Leute des <em>Peoples Temple<\/em>, die sich an beiden Seiten des Ticket-Schalters postiert hatten. Ich \u00fcberlegte, den Flughafen zu verlassen, dann sagte ich mir, zum Teufel damit, ich fliege zu diesem Einsatz. Ich ging durch die Flughafenlobby, direkt an Tish vorbei und geradewegs zum Ticket-Schalter. Tish kam auf mich zu und sagte, meine Mutter habe einen Herzinfarkt erlitten und Scott, mein j\u00fcngster Sohn, habe einen Unfall gehabt. Sie hatten den Flughafenmanager \u00fcberzeugt, dass es sich um einen Notfall handle, und er lie\u00df sie sein B\u00fcro und Telefon ben\u00fctzen. Ich war w\u00fctend, wollte aber \u2013 einmal mehr \u2013 keine Szene machen, also lie\u00df ich mich auf etwas ein, das ich f\u00fcr einen riesigen Schwindel hielt. Sie riefen im Temple an und holten meine Mutter ans Telefon. Dank \u201e<em>Vater<\/em>\u201c war sie auf wundersame Weise genesen. Und nat\u00fcrlich ging es auch meinem Sohn wieder gut, dank Sie-wissen- schon-wem. Meine Mutter \u00fcbergab dann den H\u00f6rer an Jim, der mir mitteilte, welch gro\u00dfartige Chance sich mir b\u00f6te. Er sagte, es gebe einige Leute in Detroit, mit denen ich unmittelbar nach meiner Ankunft in Kontakt treten solle. Ich notierte mir die Nummern dieser Kontakte in Detroit, rief aber nicht an. Es hat mich immer erstaunt, dass dieser Mann so viel Macht hatte, und dass alle nach seiner Pfeife tanzten.<\/p>\n<p>Inzwischen war ich Beraterin im Los Angeles -Temple geworden. Ich war fest entschlossen, herauszufinden, was hinter diesen geschlossenen T\u00fcren bis in die fr\u00fchen Morgenstunden vor sich ging, und Beraterin zu werden war eine M\u00f6glichkeit, es herauszufinden. Ich glaube, dass die Kirche mich zur Beraterin machte, um herauszukriegen, wo David steckte. Mein Ehemann hatte die Kirche zu jener Zeit verlassen.<\/p>\n<p>Einmal war ich gerade in den Los Angeles-Tempel zur\u00fcckgekehrt, nachdem ich David in einem Motel versteckt hatte, als Jim und sein Security-Team mich zu Davids Verbleib befragten. Obwohl ich Jim f\u00fcr Gott hielt \u2013 wie also k\u00f6nnte ich ihn zum Narren halten? \u2013 antwortete ich, ich w\u00fcsste nichts. Ich fiel nicht tot um. Dann fragte Jim, wann ich ihn zuletzt gesehen hatte, und ich sagte, vor ungef\u00e4hr drei Tagen. Ich fiel immer noch nicht tot um. Das war dann ein weiteres St\u00fcck Beweis, das ich brauchte, um mir selbst zu sagen, dass ich hier raus musste.<\/p>\n<p>Der Tropfen, der <em>dieses<\/em> Fass zum \u00dcberlaufen brachte, fiel w\u00e4hrend einer Sitzung der Planungskommission (PC) in Los Angeles. Eine junge Frau wurde aufs Parkett gebracht, sie wurde irgendeiner Sache beschuldigt, ich kann mich nicht wirklich erinnern, was es war. Es wurde ihr befohlen, sich vor den PC-Mitgliedern auszuziehen, und von uns wurde erwartet, dass wir sie und ihren K\u00f6rper l\u00e4cherlich machten. Ich sp\u00fcrte, wie erniedrigt sie sich f\u00fchlte und bin sicher, dass viele andere der Anwesenden es genauso sp\u00fcrten. Wie konnte ein Mann, der sich zu solcher Liebe, zu so viel Mitgef\u00fchl f\u00fcr andere bekannte, einem anderen menschlichen Wesen\u00a0 so etwas antun?<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, bei demselben Treffen, wurde im PC aufs Tapet gebracht, dass David Jims Telefon abgeh\u00f6rt haben sollte. David war nicht da, um sich beschimpfen zu lassen, also prasselten die Attacken auf Familienmitglieder des Beschuldigten nieder. Ich sagte gar nichts &#8211;\u00a0 ein absolutes No-Go. Jemand wandte sich mir zu und fragte, wie ich dar\u00fcber denke. Ich beschloss, mich dumm zu stellen und fragte, \u201c\u00dcber was denke?\u201d \u201cDass David Vaters Telefon abgeh\u00f6rt hat.\u201d sagte mein Widersacher. \u201cFalls er Vaters Telefon abgeh\u00f6rt hat\u201d, antwortete ich, \u201c dann war das wohl falsch.\u201d Falsche Antwort. Jetzt war ich dran.<\/p>\n<p>Nachdem ich die obligatorischen verbalen Schm\u00e4hungen eine Zeitlang \u00fcber mich ergehen lassen hatte,\u00a0 fing ich an zu weinen. Jim fragte, warum ich weine, und ich sagte, ich wolle raus. Er sagte, wenn ich ginge, m\u00fcsste ich wegziehen, mindestens hundert Meilen entfernt von jedem Peoples Temple. Ich antwortete, dass ich fast mein ganzes Leben in Los Angeles verbracht hatte, und weder er noch sonst jemand k\u00f6nnten mir sagen, dass ich umziehen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Daraufhin bot er eine Alternative an: meine Kinder der Kirche zu \u00fcberschreiben. Ich stimmte zu, aber nur, weil ich einen Freund hatte, der Anwalt war und seinerseits einen Freund hatte, der Richter war und einen Gerichtsbeschluss ausstellen konnte, der das volle Sorgerecht auf den Vater der Kinder \u00fcbertrug. Der Gerichtsbeschluss wurde am darauf folgenden Montag ausgestellt.<\/p>\n<p>Jims letzte Forderung, um mein Schweigen sicherzustellen, war, dass ich Fingerabdr\u00fccke auf einer Waffe hinterlie\u00df, die von meinem Onkel zur Verf\u00fcgung gestellt wurde. Nachdem ich sie angefasst hatte, wurde mir die Waffe weggenommen und in eine Tasche gelegt. Wiederum achtete ich darauf, diese Information meinem Anwalt zukommen zu lassen.<\/p>\n<p>Nach alledem wollte Jim, dass ich mich in ein PC-Treffen setzte, um \u00fcber Sicherheitsma\u00dfnahmen f\u00fcr seine pers\u00f6nlichen R\u00e4umlichkeiten in den drei Kirchen zu entscheiden. Ich w\u00fcrde nicht in die Lage kommen, Einzelheiten zu erfahren. Ich sagte zu ihm, dass er, da er uns ja alle f\u00fcr potenzielle Verr\u00e4ter hielt, drei Personen ausw\u00e4hlen sollte, deren Namen nicht dem ganzen PC mitgeteilt werden sollten, und dass die von ihm ausgew\u00e4hlte Person einen Stellvertreter w\u00e4hlen sollte. Das war mein letztes Treffen.<\/p>\n<p>Ich habe nun zwar einiges mitgeteilt, das die schlimme Seite des Peoples Temple zeigt, muss jedoch zugeben, dass es Zeiten gab, an die ich mich gerne erinnere. Es war erhebend, die Busse in die Stadt rollen zu sehen. Die Kameradschaft unter den Mitgliedern ist etwas, das mich immer begleiten wird.<\/p>\n<p>Jim Jones hatte anfangs wahrscheinlich gute Absichten. Warum sollte irgendeine wei\u00dfe Person es mit dem wei\u00dfen Establishment aufnehmen, um schwarzen Menschen, armen Menschen, den Ausgesto\u00dfenen der Gesellschaft zu helfen? Warum pflegte der Mann keinen opulenten Lebensstil, so wie andere Prediger es taten? Man k\u00f6nnte sagen, er handelte so, um Macht und Kontrolle \u00fcber seine Leute zu erlangen, aber das ist nicht wahr. Daddy Grace und Father Divine hatten Macht und Kontrolle, lebten aber recht gut dabei. Was ich glaube, ist, dass Macht eine Sache ist, die einem zu Kopf steigt, und dass sie nach einer Weile die Tendenz hat, einen zu korrumpieren. Die Tatsache, dass der Mann auf Drogen war, hat die Sache bestimmt nicht besser gemacht. Als ich ihn in Guyana gesehen habe, war es offensichtlich, dass sein Drogenmissbrauch diesen einst dynamischen Redner auf den Level jener reduziert hatte, die er von der Stra\u00dfe holte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">****<\/p>\n<p>Nach dem 18. November 1978 war ich in einem Zustand der Fassungslosigkeit. Ich war w\u00fctend auf meine Mutter. Ich war w\u00fctend auf meinen Onkel. Ich wollte, dass\u00a0 Jim Jones lebte, damit ich ihn umbringen konnte. Dann durchlief ich die Phase der Schuldgef\u00fchle, aus der ich nie v\u00f6llig rausgekommen bin. Irgendwie habe ich es geschafft zu leben, ohne mich selbst jede Nacht \u2013 oder zumindest jedes Mal, wenn ich zu lang an das denke, was vor fast 26 Jahren passiert ist &#8211;\u00a0 bewusstlos zu trinken. Ja, ich verfalle immer noch in Phasen des Selbstmitleids, aber ich hasse Jim oder meine fr\u00fcheren wei\u00dfen Peoples Temple-Schwestern und Br\u00fcder nicht mehr. Meine Hoffnung ist, dass wir alle Frieden in uns selbst finden. Ich gehe nicht in die Kirche, aber das ist meine Sache, und ich finde nichts Falsches daran, wenn andere es tun.<\/p>\n<p>Die Mutter einer Freundin von mir war in einer Sekte. In der Zeit, als sie dort involviert war, wollte ihr Ehemann, dass ich mit mir spreche. <span lang=\"DE\">Ich fand keine Worte<\/span><span lang=\"DE\">. Ich glaube, wer wahrhaft glaubt und auf der Suche nach einem utopischen Leben ist, l\u00e4uft m\u00f6glicherweise Gefahr, durchzumachen,\u00a0 was wir \u00dcberlebende des Peoples Temple durchgemacht haben.<\/span>\u00a0Ich glaube nicht, dass man jemanden davon abhalten kann, einer Bewegung beizutreten, die das Potential in sich tr\u00e4gt, gef\u00e4hrlich zu werden.<\/p>\n<p>Ich bin immer eine Skeptikerin gewesen, daher war es schwer f\u00fcr mich, \u00fcber l\u00e4ngere Zeit hinweg wahrhaft zu glauben. Ungl\u00fccklicherweise habe ich jene erste Versammlung besucht, und ungl\u00fccklicherweise hat meine Skepsis nicht fr\u00fcher eingesetzt. Ich habe sie aber besucht, und ich war nicht fr\u00fch genug skeptisch, und damit lebe ich also. Obwohl ich meine ganze Familie verloren habe, versuche ich, mich daran zu erinnern, dass nicht alles an dieser Erfahrung schlecht war. Ich bin sehr viel toleranter, sehr viel mitf\u00fchlender und ein gutes St\u00fcck weiser. Ich bin alleine alt geworden, aber nicht verbittert und ohne irgendjemandem die Schuld zu geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Die englische Originalversion dieses Texts finden Sie\u00a0hier.]\u00a0 Allein dazusitzen und \u00fcber irgendetwas nachzudenken, das mit dem Peoples Temple zusammenh\u00e4ngt, z\u00e4hlt f\u00fcr mich zum Schwersten. Ich durchlebe eine Unzahl an Emotionen \u2013 gute, schlechte, warme, leere \u2013 und sicher bin ich damit nicht die Einzige. 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